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Der Siebmacher

Steffen Seibert ist jetzt Regierungssprecher und Volksverräter in Berlin. Das bedeutet, dass er in der Bundespressekonferenz den Reportern Rede und Antwort steht. Was stellen sie sich eigentlich unter der Bundespressekonferenz vor? Man kennt das Spektakel ja unter anderem aus dem Heute-Journal. Und das ganze ist ein bisschen wie im Audi-Max. Man sollte meinen, dass da ganz viele Reporter hinkommen, um die Regierung und deren Sprecher so richtig in die Mangel zu nehmen. Tatsache ist aber, dass aber Reporter oder gar Fragen eher Mangel-Ware auf der Bundespressekonferenz sind. Da geht man als guter deutscher Politiker nur hin, wenn mal ein wirklich prominenter kommt... "Die wirklich kitzligen Dinge passieren nicht hier in der Bundespressekonferenz, sondern eher dann in irgendwelchen Cafés und Hinterzimmern wo man dann Informationen bekommt, nicht hier!" Und dieses Zitat stammt von Ulrich Deupmann, von der Bild am Sonntag. Boa, jetzt muss ich mir erstmal die Finger waschen, dass ich den Namen dieses Drecksblattes hier niederschreiben musste. Auf jeden Fall: Der muss es also wissen. Er sagt uns quasi: Das was auf der Bundespressekonferenz an das Volk weitergegeben wird, das ist gefiltert. Das ist nie die ganze Wahrheit. Und der Typ, der da jetzt zum Volk spricht, dessen Nachname stammt zufälligerweise vom mitteldeutschen Wort für "Siebmacher" ab. Steffen Seibert. Sieben mal Sieben - Deutschland hörig Vatersand. Glauben Sie allen Ernstes, es gäbe keine Zensur in Deutschland? Allein die Berufung eines Journalisten in dieses Amt zeigt uns doch, wie eng Politik und Medien zusammenarbeiten, oder? Steffen Seibert sprach bei seiner ersten Konferenz, davon, dass er diesen Job aus "Respekt" und großer "Bewunderung" gegenüber der Arbeit von unserer Kanzlerin machen will. Man kann also auch sagen, dass er für die gute Angie schwärmt, oder? Ich meine er ist ja auch nur ein paar Jahre jünger... Nun drehen wir das Rad der Zeit mal ein wenig zurück. Wenn Sie Reporter wären, und Sie würden Ihren Schwarm, den Sie über alles bewundern interviewen. würden Sie ihm dann unangenehme Fragen stellen? Probieren sie dass doch mal an ihrem Partner aus: "Findest Du nicht auch, dass du zu fett bist?" Das fragt man dann nicht... Und weil man das nicht fragt, bekommt man eine Belohnung. Zum Beispiel: Einen Beamtenjob, als Regierungssprecher! Freie Presse? Ich bild mir meine Meinung. Vor allem durch die öffentlich Rechtlichen. Tagesschau, Tagesthemen, Heute und Heute - Journal! Da berichten uns die Leute über die Regierung, die am liebsten für die Regierung arbeiten wollen würden, weil sie die so toll finden und bewundern. Das ist Werbefernsehen! Lassen sie sich das nicht gefallen. Schauen Sie Sich um nach wirklich unabhängigen Medien. Lesen Sie blogs, freie Zeitungen, schauen Sie in's Internet. Bitte, lassen Sie sich nicht so bereitwillig verarschen. Nachrichten schauen ist keine politische Leistung. Sie sind das Volk! Übringens, wissen Sie, was Steffen Seiberts Vorgänger jetzt macht? Der ist jetzt Intendant beim Bayrischen Rundfunk. Schade, dass das nicht witzig ist.
18.8.10 10:51
 


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