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Memento

Erinnert sich noch jemand daran wie die Umfragen zu längeren AKW-Laufzeiten vor der Bundestagswahl letztes Jahr waren. Mehr und mehr erinnert die Politik an Filme wie Memento und das täglich grüßende Westerwellegrinsetier. Ein gestern gibt es ja schon seit dem berühmten Ausspruch "Was interessiert mich das Gewäsch von Gestern" nicht mehr. Ein Morgen sowieso angesichts des riesigen Schuldenberges nicht. In sofern hat die Politik schon fast etwas esoterisches: Leben im Hier und Jetzt!
3.9.10 13:25


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Neon - die beste Kloleküre der Welt!

Ich weiß übrigens, dass ich nicht der einzige bin, der auf dem Klo gerne liest. Und man mag mich ja für abstoßend halten, aber ich brauche das. Egal, was auch immer in der Nähe ist: Shampooflaschen, Tamponpackungen oder eben mitgebrachte Zeitungen. Am liebsten, die Neon. Dass die Zeitung eigenltich direkt mit das Klo runtergespült gehört, weil da mehr Scheisse drin verzapft wird, als ich mir in einer Woche aus dem Körper wringen kann, das ist mir spätestens seit dieser Woche auch endlich in der ganzen Tragweite klar. Lasst es mich erklären. Mein Aufreger Nummer 1 ist der von Heike Kottmann hingeschissene Artikel "Deine Stimme zählt - nicht!", über das neue Rauchverbot in Bayern, das bei einem Volksentscheid auf den Weg gebracht wurde. In völligerer Verdrehung der Tatsachen schafft es Frau Kottmann doch tatsächlich die Jugend des Landes als die Opfer dazustellen, die jetzt nicht mehr ihre Jugend genießen können, weil ihnen das die Alten nicht gönnen. Vieviel Nikotin hat die gute denn bitte schön im Hirn? So einen blauen Dunst von keiner Ahnung sollte doch bitte nicht den Weg aufs Papier finden. Das heißt natürlich schon, wenn man mal wieder von den wahren Verbrechern im Land ablenken will: Der Tabakindustrie natürlich. Immer schön die anderen gegeneinander aufwiegeln, so dass der Übeltäter, der jahrelang die Gefahren des Rauchens verschleiern lies, schön aus der Schusslinie kommt. Frau Kottmann in ihrem völlig verteerten Gedankenkonstrukt hat wohl aber ein Jahresabo an Tabacko bekommen und lenkt die Diskussion schön auf Jung gegen Alt. Unsere Feinde sollen die Alten sein, die uns ein schönes, verqualmtes Leben nicht gönnen wollen und nicht die Industrie, die sich an uns ein goldenes Näschen verdienen will. Und apropos Industire: Nur wenige Seite später will uns der liebe Tillmann Prüfer von seiner Lieblingsbrause Coca Cola überzeugen. Wer immer noch von der Wohltätigkeit dieses durch und durch verkommenen Dritte-Welt-Ausbeuters überzeugt ist, der MUSS einfach ein paar Euronen mehr auf dem Konto haben, als da eigentlich hingehören. Coca Cola gräbt den Indern im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser ab! Laut Herrn Prüfer ist das natürlich nichts gegen die Erfindung der schönsten Flasche der Welt. Eine Flasche schreibt über Flaschen! Dass ich das noch erleben darf! Aber Achtung: Die Neon gehört in den Mülleimer, nicht ins Klo!
26.8.10 19:28


Ignoranz

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, wie sehr man heute als Bürger ignoriert wird? Da stehen 8000 Duisburger Namen, mehr noch, auf einer Liste. Jeder von denen sagt: Der Typ, der da im Rathaus sitzt und Menschen nicht von Lemmingen unterscheiden kann, den wollen wir da nicht mehr sehen... In Stuttgart stellen sich über 1000 Menschen den Baggern in den Weg und wollen partout keinen unterirdischen Bahnhof... Übrigens: Weil der Bahnhof so viel teurer Geworden haben die Planer dieses Stuttgart 21 Milliarden Grabs jetzt wohl beschlossen, dass man in dem Tunnel weniger Fluchtwege bauen sollte. Da war wohl einer zu lange auf der Loveparade. Liegt Stuttgart im Sauerland??? Aber zurück zur Ignoranz: Man stelle sich nur einmal folgendes vor: Auf einem Heavy Metal Konzert singt beispielsweise Michael Wendler. 2 Stunden. Der wird schon nach dem ersten paar Liedern so dermaßen mit Schlamm beschmissen, dass der sich nie wieder sauber bekommt. Aber das ist vergleichbar mit der Ignorant des Herrn Sauerlands und der Baggertruppe aus Stuttgart!
18.8.10 19:42


Der Siebmacher

Steffen Seibert ist jetzt Regierungssprecher und Volksverräter in Berlin. Das bedeutet, dass er in der Bundespressekonferenz den Reportern Rede und Antwort steht. Was stellen sie sich eigentlich unter der Bundespressekonferenz vor? Man kennt das Spektakel ja unter anderem aus dem Heute-Journal. Und das ganze ist ein bisschen wie im Audi-Max. Man sollte meinen, dass da ganz viele Reporter hinkommen, um die Regierung und deren Sprecher so richtig in die Mangel zu nehmen. Tatsache ist aber, dass aber Reporter oder gar Fragen eher Mangel-Ware auf der Bundespressekonferenz sind. Da geht man als guter deutscher Politiker nur hin, wenn mal ein wirklich prominenter kommt... "Die wirklich kitzligen Dinge passieren nicht hier in der Bundespressekonferenz, sondern eher dann in irgendwelchen Cafés und Hinterzimmern wo man dann Informationen bekommt, nicht hier!" Und dieses Zitat stammt von Ulrich Deupmann, von der Bild am Sonntag. Boa, jetzt muss ich mir erstmal die Finger waschen, dass ich den Namen dieses Drecksblattes hier niederschreiben musste. Auf jeden Fall: Der muss es also wissen. Er sagt uns quasi: Das was auf der Bundespressekonferenz an das Volk weitergegeben wird, das ist gefiltert. Das ist nie die ganze Wahrheit. Und der Typ, der da jetzt zum Volk spricht, dessen Nachname stammt zufälligerweise vom mitteldeutschen Wort für "Siebmacher" ab. Steffen Seibert. Sieben mal Sieben - Deutschland hörig Vatersand. Glauben Sie allen Ernstes, es gäbe keine Zensur in Deutschland? Allein die Berufung eines Journalisten in dieses Amt zeigt uns doch, wie eng Politik und Medien zusammenarbeiten, oder? Steffen Seibert sprach bei seiner ersten Konferenz, davon, dass er diesen Job aus "Respekt" und großer "Bewunderung" gegenüber der Arbeit von unserer Kanzlerin machen will. Man kann also auch sagen, dass er für die gute Angie schwärmt, oder? Ich meine er ist ja auch nur ein paar Jahre jünger... Nun drehen wir das Rad der Zeit mal ein wenig zurück. Wenn Sie Reporter wären, und Sie würden Ihren Schwarm, den Sie über alles bewundern interviewen. würden Sie ihm dann unangenehme Fragen stellen? Probieren sie dass doch mal an ihrem Partner aus: "Findest Du nicht auch, dass du zu fett bist?" Das fragt man dann nicht... Und weil man das nicht fragt, bekommt man eine Belohnung. Zum Beispiel: Einen Beamtenjob, als Regierungssprecher! Freie Presse? Ich bild mir meine Meinung. Vor allem durch die öffentlich Rechtlichen. Tagesschau, Tagesthemen, Heute und Heute - Journal! Da berichten uns die Leute über die Regierung, die am liebsten für die Regierung arbeiten wollen würden, weil sie die so toll finden und bewundern. Das ist Werbefernsehen! Lassen sie sich das nicht gefallen. Schauen Sie Sich um nach wirklich unabhängigen Medien. Lesen Sie blogs, freie Zeitungen, schauen Sie in's Internet. Bitte, lassen Sie sich nicht so bereitwillig verarschen. Nachrichten schauen ist keine politische Leistung. Sie sind das Volk! Übringens, wissen Sie, was Steffen Seiberts Vorgänger jetzt macht? Der ist jetzt Intendant beim Bayrischen Rundfunk. Schade, dass das nicht witzig ist.
18.8.10 10:51





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